Was du gleich erfahren wirst:
- Was genau ist Flexibilitätstraining?
- Weshalb fühlt man sich mit Flexibilitätstraining besser?
- Kann Flexibilitätstraining Schmerzen lindern?
- Weshalb verringert Flexibilitätstraining Verletzungsgefahren?
- Welche Übungen helfen bei Rückenproblemen?
- Welche Beckenbodenübung ist besonders zu empfehlen?
- Fazit
Was genau ist Flexibilitätstraining?
Flexibilität definiert die Fähigkeit der Dehnbarkeit von sogenannter antagonistischer Muskulatur – also Muskeln, die gegensätzliche Jobs haben – , Sehnen, Bändern und Gelenkkapseln. Im Flexibilitätstraining – auch: Flexibility Training – liegt der Fokus darauf, sich die Dehnbarkeit auf eine „gesunde“ Art und Weise zu erhalten oder anzueignen. Dieses Training ist nicht vergleichbar mit Yoga, Gymnastik oder einer kurzen Stretching-Einheit nach dem Fitnesstraining.
Das Flexibilitätstraining ist sehr funktional und integriert viele Übungen aus anderen Teilbereichen. Flexibilitätsübungen sollten sinnvoll aufeinander abgestimmt sein, um die bestmöglichen Resultate zu erzielen, unabhängig von der Erfahrung, dem Alter oder der Statur des Trainierenden.
Hierzu gehören sowohl Mobilitäts- und Stabilitätsübungen, als auch die Kräftigung der Muskulatur und natürlich passives und aktives Stretching. Flexibilitätstraining folgt damit einem Konzept, ist also kein beliebiges Dehnen. Dieses Konzept kann jedoch von Trainer zu Trainer stark variieren.
Weshalb fühlt man sich mit Flexibilitätstraining besser?
Flexibilitätstraining ist ein wahrer Jungbrunnen – es hat einen sogenannten „rejuvenation effect“, einen Verjüngungseffekt. Das glaubst du nicht? Gegenfrage: Warum sind junge Menschen sehr beweglich und ältere Menschen oft so steif wie ein Brett? Die Schlussfolgerung daraus ist grob zusammengefasst folgende: Die Beweglichkeit ist ein Indikator für dein biologisches Alter. Nicht umsonst dienen einige "Mobilitätstests" wie der Sitting-Rising-Test – sitzen/aufstehen – auch zur Einschätzung der individuellen Lebenserwartung.
Kann Flexibilitätstraining Schmerzen lindern?
Bei körperlichen Beschwerden wie etwa Rückenschmerzen oder Bandscheibenvorfällen können bewegungstherapeutische Trainingseinheiten für Linderung sorgen. Ein Beispiel hierfür: Effektives Flexibilitätstraining sollte immer das sogenannte PNF-Stretching (CRAC) integrieren.
Die PNF-Therapie ist wissenschaftlich fundiert und wird auch in der Rehabilitation zum Beispiel von Schlaganfallpatienten angewendet, um deren Bewegungsstörungen zu verringern oder zu beheben. Auch Faszientraining gehört zum Programm. Somit baust du dir eine gesunde Flexibilität auf, die ausschlaggebend für eine Schmerzlinderung ist. Aus meiner Erfahrung zeigen sich gerade hierbei sehr schnell die ersten Resultate.
Weshalb verringert Flexibilitätstraining Verletzungsgefahren?
Durch kräftigende und stabilisierende Übungen wird unser Gelenkapparat unterstützt, so dass die Beweglichkeit nachhaltig und förderlich antrainiert wird. Dabei erzielt das Training einen wundersamen Nebeneffekt, der das Verletzungsrisiko reduziert – zum Beispiel bei hastigen Bewegungen. Belastungen wie die morgendliche Gelenksteifigkeit treten seltener auf, da wir mit dem Training unseren Bewegungsradius erweitern und die Schutzspannung viel später einsetzt. Oft kann man, das zeigt auch meine Erfahrung, das Risiko für einen Hexenschuss minimieren.
Welche Übungen helfen bei Rückenproblemen?
Flexibility Training sorgt zudem für mehr Körperdefinition und den Aufbau einer soliden Körperspannung. Es unterstützt gerade Körperpartien, deren Zustand oftmals von Kunden beklagt werden wie zum Beispiel Rücken, Hüfte oder Knie.
Für ein Rückentraining empfehle ich speziell alle Variationen der sogenannten Heuschrecke, die viele aus dem Yoga kennen, wo sie Shalabhasana heißt.
Übung 1:
Hierfür legt man sich auf den Bauch. Der Fußspann ist auf dem Boden fixiert. Die Gesäßmuskulatur ist aktiviert, die Knie durchgestreckt und die Beine angespannt. Aus der Rückenkraft zieht der Oberkörper hoch, die Füße bleiben in dieser Variante am Boden. Das ganze kann dynamisch ablaufen, so dass der Oberkörper hoch und runter (back ups) gezogen wird.
Übung 2:
Die zweite Variante wäre, dass der Oberkörper flach auf dem Boden liegt und nur die Beine dynamisch aus der Kraft der Pomuskulatur hoch und runter gezogen werden. Nicht nur eignet sich diese Übung ideal für die Kräftigung der Gesäß- und Beinmuskeln, es ist auch eine hervorragende Übung für die Stärkung des unteren Rückens.
Welche Beckenbodenübung ist besonders zu empfehlen?
Man spricht dem Flexibility Training auch die Steigerung der Libido zu. Hierbei sollte erwähnt werden, dass oft unabsichtlich viele Übungen ins Training eingebaut werden, die die Beckenbodenmuskulatur stärken und trainieren. Davon kann auch das Sexualleben profitieren.



